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Seitenwechsel – Faszination Wurf für die Gute Sache

Am späten gestrigen Nachmittag habe ich die Seiten gewechselt und zwei sportbegeisterten Jenensern ihre ersten Erfahrungen mit dem Speer ermöglicht. Sie waren die stolzen Ersteigerer der diesjährigen unbezahlbaren Gelegenheit der Jenaer Bürgerstiftung. Die Einnahmen kommen zu 100% der Stiftung zur Gute und helfen bei vielen Projekten in meiner Heimatstadt Jena.

Thomas Röhler beim Coaching am JenJavelin Zentrum in Jena Foto: Jürgen Scheere

Schon nach wenigen Trainingsminuten erspürten die Wurfneulinge ein gewisses Gefühl für das Flugverhalten des Speeres – Grundlage für jeden Wurf – egal wie weit. Das Thema Weite wurde schnell zum Trainingsgespräch und Ungeduld endlich mit etwas mehr Power werfen zu dürfen machte sich breit. Nach einer Stunde Vorübungen Erwärmung und Erläuterung war es so weit. 15m,17m,22m und zum Schluss waren es fast 29m die der Speer der neugierigen Sportfans segelte.

Wer selbst einmal die Erfahrung Speerwurf in Jena machen möchte, muss nicht bis zur nächsten Versteigerung warten.

Das nächste Coaching wird schon im Oktober durch die Sparkasse Jena verlost – alles was ihr dafür tun müsst findet ihr im unten stehenden Facebook post der Sparkasse!

 

 

Effizienz im Training

 

Berlin ist bereit!

Oder um genau zu sein, bereit für die Europameisterschaft 2018.  Am Wochenende hat sich die Weltelite der Leichtathletik in der deutschen Hauptstadt getroffen und dem altehrwürdigen Olympiastadion Leben eingehaucht. Fast 40.000 Fans haben bewiesen, dass nicht nur Hertha BSC Berlin in der Lage ist die Berliner zu begeistern sondern vielmehr auch die fantastischen Charaktere unserer Sportart.

Auch die für uns Speerwerfer so wichtige Tartanbahn stand auf dem Prüfstand und ich konnte feststellen, dass auch der Tartan bereit für die Heim EM 2018 ist. Mit leichten Fußproblemen angereist, bin ich mit 86m und Platz 2 als meinem persönlichen Saisonabschluss zufrieden. Das Gefühl mit Potential und positiven Erfahrungen im historischen Weitenbereich über 90m die Saison zu beenden und in eine neue Vorbereitung zu starten ist motivierend.

Die kommenden Wochen werden mein Team und ich nutzen etwas Luft zu holen um mit voller Energie in für die Vorbereitungen für 2018 zu starten und dem langfristigen Ziel 2020 Tokio ein großes Stück näher zu kommen.

 

 

Erzgebirge, Alpen und ab in die Haupstadt

Der Wettkampfplan steht – Thomas Röhler bestreitet noch 3 Wettkämpfe

Schon vor der WM stand mein Wettkampfplan für die Zeit nach der WM fest. Trotz vieler Anfragen europäischer Meetings habe ich mich entschieden meiner Tradition zu folgen und den Werfertag im erzgebirgischen Thum zu bestreiten. Ich freue mich auf eine familiäre Atmosphäre und hoffe auf ein wenig spätsommerliche Sonne am Freitag Abend.

Nach Thum geht am 22.08. der Flieger in Richtung Zürich. Zuerst unterstütze ich ein Event mit jungen Schweizer Sporttalenten, anschließend schlüpfe ich am 24.08. selbst wieder in die Wurfschuhe. Beim Diamond League Finale werden in diesem Jahr alle zuvor gesammelten Punkte gelöscht und der Kampf um die Trophäe ist unter 8 Athleten ein offenes Rennen.

Verläuft alles nach Plan, werde ich die Saison 2017 beim ISTAF in Berlin am 27.08. abschließen.

 

IAAF Athleten Kommision – Eine neue Herausforderung ab 2018

Thomas Röhler wird Teil der IAAF Athletenvertretung

Nach dem vierten Platz im WM Finale von London mit 88,26 m habe ich abseits der Tartanbahn Grund zur Freude und bringe positive Nachrichten für die Deutsche Leichtathletik aus London mit: Ab dem 1. Januar 2018 werde ich den Deutschen Leichtathletik-Verband, die internationalen Athleten sowie meine Sportart für die nächsten vier Jahre im Weltverband IAAF vertreten.

Mit 691 Stimmen gehöre ich damit zu den insgesamt sechs neuen Mitgliedern in der Athletenvertretung der IAAF, die während der WM in London gewählt wurden. Ich freue mich sehr über das mir entgegen gebrachte Vertrauen der Athleten und auf die Arbeit in der Kommission. Jetzt habe ich die Möglichkeit, für die Belange der Athleten auf internationaler Ebene einzustehen und die Leichtathletik sowie meine Disziplin aktiv weiterzuentwickeln.

Keine leichte Aufgabe vor dem Hintergrund fortwährender Kritik gegenüber dem Weltverband IAAF. Die Leichtathletik sowohl als Institution organisiert in der IAAF, als auch als Sportart steht vor enormen Herausforderungen. Der anhaltende Kampf gegen Doping ist wohl eine der wichtigsten Aufgaben, um auch in Zukunft einen fairen und vor allem sauberen Sport zu betreiben. Dafür will ich mich stark machen!

Weitere Informationen findet ihr hier: https://www.athletescommission.org/

WM 2017 – Hintergründe, Geschichten und ein bisschen Technik

Am Samstag Abend haben mir nur wenige Zentimeter zur erhofften WM Medaille gefehlt, ABER so ist der Sport und der Wettkampf wird keinesfalls das aktuelle „unlimited“ Mindset brechen. Vielmehr wächst die Motivation in Richtung Heim EM 2018.

Aus technischer Sicht war der 88m ein echt guter, nur leider wollte der Tartan all dem Druck nicht 100% stand halten – dieses kleine Detail ist im Speerwerfen sehr wichtig und ihr könnt im unten stehenden Video sehr gut sehen, wie sich das voll Gestreckte Stemmbein und Schuh unter dem Druck der Anlaufgeschwindigkeit durch den Tartan frisst. Diese kleinen Details sind es auch die uns täglich antreiben Verbesserungen voranzutreiben und auch stets dem Faktor Glück einen Spielraum lassen.

Vor dem Wettkampf hat mich Eurosport in einem DriverInterview zum Stadion begleitet und ein paare interessante Geschichten erforscht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

 

Morgen gebe ich Euch einen Ausblick was in dieser Saison noch ansteht und welche Projekte für die nächsten Wochen geplant sind – also, es bleibt spannend wie ihr seht!

 

Diamond League Monaco 2017

Noch 2 Wochen sind es bis zum Höhepunkt 2017 – der WM in London. Doch zuvor traf sich die weltweite Leichtathletik Elite zu einem letzten Test in Monaco. Für mich war es die 4. Station der Diamond League 2017. Mit 4 Würfen über 86m und 89,17m bei starkem Gegenwind war ich sehr zufrieden und konnte die volle Punktzahl und gutes Selbstvertrauen mit nach London nehmen.

Foto: Jörg Oegerli

Spitzenleichtathletik Luzern und der Ruf der WM

Selten war ein deutsches Speerwurfteam so stark und noch nie wurde in Deutschland der aktuelle Speer so weit geworfen. Mit meinem Kumpel und Team Kollegen Johannes Vetter hat ein weiterer Athlet in dieser Saison Geschichte geschrieben. Zu Recht wird nun von „The Hunt“ gesprochen und wir begeben uns gemeinsam als starkes Team in die Challenge WM und eines Tages dem Weltrekord!

Nun sind es noch gut 4 Wochen bis zum Highlight der Saison und nicht nur das Deutsche Team welches heute bekannt gegeben wurde steht in den Startlöchern. Die nächsten Wochen werden ein spannender Mix aus gezieltem Training, gekonnter Erholung und einer weiteren Wettkampfstation in Monaco. Dort findet am 21.07. das 4. und letzte qualifizierende Diamond League Meeting statt.

Foto: Peter Simmons