Die Begeisterung vom Fliegen und Fliegen lassen

Pure Physik? Grenzenlose Berechnung oder doch ein Teil des Seins? Fliegen beschäftigt mich. Nicht nur der Flug des Speeres fasziniert mich. Um voranzukommen müssen wir über den Tellerrand hinausblicken. Umso mehr freue ich mich mit Rotorvox und Flight Design aus Eisenach in Thüringen einen Partner zu haben der die gesamte Expertise des Fliegens im Verbund stetig weiterentwickelt.

Von Vögeln und Jägern

In meinen Vorträgen spreche ich gern von instinktiver Motivation. Dem in uns automatisch ablaufenden, noch immer gespeichertem Erleben aus vergangenen Zeiten unserer Vorfahren. Wir waren Jäger, Krieger und Überlebenskünstler. Doch alles begann zu Land oder zu Wasser, in der Luft waren wir nie Zuhause. Zu schwer, keine Flügel eine zu zentrale Masse? Egal. Zum selber Fliegen ist und war der Mensch nie ausgelegt.

Schon Kleinkinder schauen gebannt an den Himmel wenn Vögel anmutig und im Antlitz des Alltäglichen mit den Wolken am Himmel ziehen. Fliegen begeistert, weil wir es selbst nicht können?

Wege und Herausforderungen

Es klingt ein wenig wie der steile Spannungsbogen hin zur Lösung eines Jahrhunderte alten Mysteriums. Erst einmal Objekte und später uns selbst mit Hilfe von ausgeklügelten Objekten fliegen lassen. Habt ihr je einen Affen Werfen sehen? Wenn ja, wäre dies eine Sensation. Wie Prof. Dr. Fischer in seinen Lesungen berichtet ist Werfen nachweislich eine menschliche Sensation – ein klarer Unterschied in der genetischen Entwicklung zum Primaten. Was lehrt uns das? Der Mensch findet Wege seine Begeisterungen und Fragen zu erkunden und sich Lösungen anzunähern.

Ein erhebendes Gefühl

Im Leichtflugzeug abheben, die Heimat von oben sehen, wie ein Vögel auf dem Zug gen Süden. Ein tolles Gefühl und Erlebnis zu gleich. Geübte Piloten nehmen einen mit auf eine Reise in einen dem Menschen ewig versperrtem Raum – die Lüfte.

Speerwerfer gehen schon lange nicht mehr auf die Jagd, wir werfen für das Erleben, den sportlichen Wettstreit. Doch trotzdem wirkt die Begeisterung vom Fliegen. Sobald ein guter Wurf die Hand verlässt geht ein lautes Raunen und staunen um. Die Menschen sind vom aus menschlicher Kraft angetriebenen Fluggerät mitgenommen und bestaunen die Flugbahn. Wie das Kleinkind vom Wagen aus die fliegenden Tauben am Platz.

Die Frage nach dem Warum

Vor dem Erleben des Flugs steht harte Arbeit. Erfahrung, Entwicklung, technisches Verständnis. Die Designer und Entwickler bei Flight Design und Rotorvox sind enorm gut geschult, nichts darf schief gehen. Schließlich gehen Menschen auf die Reise und wollen sich im Flug im Gyrokopter oder Flugzeug ganz auf die Technik verlassen können. Und es geht sogar noch ein Stück weiter. Denken wir an die Geschichte von Handiflight around the world. 2 Piloten, die im Rollstuhl sitzen können mit Maschinen von Flight Design, die so umgebaut wurden, dass sie von ihnen trotz Behinderung geflogen werden können.

Im Speerwerfen stellt sich hier die Frage wer verlässt sich auf wen? Der Werfer auf den Speer, im Elite Bereich ganz sicher, hier geht es um Top Performance und Weiten. Maximale Effizienz ist gefragt, ganz genau wie bei den Fluggeräten der Eisenacher. Doch wie sieht es beim Anfänger aus? Das Fluggerät muss zu „Anwender“ passen, ganz klar. Ist der Speer zu steif wird es zunächst nichts mit dem optimalen Flug, ist der Speer weich vibriert er vielleicht und verliert an Flugweite.

Das Beherrschen der Kräfte

Der Anfänger mit wenig Wurferfahrung hat es schwer den Speer auf eine majestätische Flugbahn zu schicken. Winkel, Geschwindigkeit und Momentum müssen passen. Hier gibt es keine Instrumente und Flightassistance Systeme die helfen so optimal zu fliegen wie ein modernes Flugzeug oder Helikopter.

Wenn ich mit jungen Werfern arbeite stelle ich gern fragen nach dem Warum. Warum etwas fliegt ist essentielles Wissen. Auftrieb, Geschwindigkeit und der Kampf gegen die Schwerkraft. Es kommen viele Faktoren zusammen. Um immer besser zu werden freue ich mich jedesmal auf den Austausch mit Flugenthusiasten. Forschern und Weiterdenkern. Die Flugzeuge die wir heute nutzen sind noch nicht das Ende der Entwicklung oder Beschäftigung mit dem Thema fliegen.

Immer weiter

Innovation macht Freude aber auch Arbeit. Man muss den Fortschritt wollen um neues zu riskieren. Ähnlich wie die Eisenacher Entwickler arbeite ich eng am Material. Der Werkstoff Carbon eint mich mit dem Team von Flight Design und lässt großen Entwicklungsspielraum. Mit neuen Materialien und Strukturen entstehen neue Möglichkeiten, auch im Rahmen der bestehenden Regelwerke. Speere sind trotz ihrem simplen Erscheinungsbild noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt und ich freue mich diesen Prozess der Ermöglichung des Traumes vom Fliegen ein wenig mitgestalten und mit Euch teilen zu können.

Thoma Röhler wirft den Speer iim Trainingslager in Südafrika

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